1. Med Alpregio Kongress – Fachexperten treffen sich zum Thema Endometriose und Sterilität in Bozen

Bozen – Am 13. und 14. Oktober fand der 1. Med Alpregio Kongress statt, bei dem sich über 100 nationale und internationale Fachvertreter aus den Bereichen Gynäkologie und Reproduktionsmedizin in Bozen einfinden, um sich über die aktuellsten Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei Endometriose insbesondere im Zusammenhang mit der Kinderwunschbehandlung auszutauschen und weiterzubilden.

Endometriose ist eine oft schmerzhafte, chronische Wucherung der Gebärmutterschleimhaut, von der viele Frauen betroffen sind. Die Symptome der Endometriose sind Schmerzen und Unfruchtbarkeit bzw. unerfüllter Kinderwunsch. Die Ursache dafür ist unbekannt, die Behandlung aufwendig.

„Viele Frauen wissen darüber noch zu wenig Bescheid und oft wird die richtige Diagnose erst nach langer Zeit gestellt. Bei Patientinnen mit unerfülltem Kinderwunsch findet sich die Endometriose in bis zu 50%“, berichtet Dr. Engl, Initiator des Med Alpregio Kongresses und Leiter des Gesundheitszentrums Donna Salus in Bozen. Mittels vielfältigen Therapiemöglichkeiten, die von medikamentösen Behandlungen über operative Maßnahmen bis hin zu ergänzenden Therapien reichen, kann heutzutage für die meisten Patientinnen eine persönlich abgestimmte Behandlung zusammengestellt werden.

Neben dem Schwerpunkt Endometriose wird auch das Thema Sterilität und Kinderwunsch eingehend behandelt und diskutiert. Dr. Francesco Tomei, Experte im Bereich Reproduktionsmedizin und wissenschaftlicher Leiter des Kongresses zeigt auf, dass aus heutiger Sicht ein maßgeblicher Zusammenhang zwischen der Kinderlosigkeit und dem fortgeschrittenen Alter der Frau zum Zeitpunkt des Kinderwunsches liegt.

Die Entwicklung der Reproduktionsmedizin geht mit einer enormen Schnelligkeit voran. Es werden immer optimalere und innovativere Herangehensweisen gefunden mit denen immer mehr Paaren geholfen werden kann. Allerdings stößt auch die Medizin an ihre Grenzen, wenn die Frau ungenügend gesunde Eizellen entwickeln kann. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage der Eizellspende, die zum Teil sehr kontrovers diskutiert wird und längst nicht überall zugelassen ist.

„Dieser Kongress in Bozen ist für uns eine große Chance, den Wissenstransfer in diesem Fachgebiet zu verbessern und einen Mehrwert für jene Paare zu bringen die von einem unerfüllten Kinderwunsch betroffen sind,“ unterstreicht Dr. Bruno Engl.

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